Mara ‘25 - Teil 2: Löwen zum Auftakt

Am nächsten Morgen startete nach einem ausgiebigen Frühstück der Transfer in die Masai Mara. Die Tatsache, dass es sich um ein Großraumfahrzeug handelte und nur noch ein weiterer Mitreisender aus Österreich an Bord war, machte die Tour sehr angenehm.

Der Fahrzeug folgte der neuen Teerstraße Richtung Mara und nicht mehr der nervenaufreibenden Strecke, die sich mit allerlei Lkw-Verkehr an den Hängen des Great Rift Valley hinunterschlängelt. Auf dieser neuen Straße waren wir fast alleine unterwegs. Nach etwas mehr als der halben Strecke hielten wir vor einem großen Curio Shop - einer Halle voller unterschiedlichster Andenken. Deutlich spannender war die Möglichkeit, sich hier mit Trinkwasser für den Rest der Reise einzudecken.

Das Transferfahrzeug - der VW Käfer blieb an Ort und Stelle

Wer Andenken liebt, wird hier bestimmt fündig.

Nach etwa vier Stunden standen wir dann vor dem Sekenani Gate - einem der Zugänge zum Masai Mara Game Reserve. Hier trafen wir auf unseren Guide Elza, und der Wechsel in den Toyota Landcruiser für die Weiterfahrt konnte erfolgen. So ganz ungestört blieb der Fahrzeugwechsel nicht, denn Heerscharen geschäftstüchtiger Masai-Frauen boten ihre Curio-Erzeugnisse feil. Angebote wie “You are a man - you need a knife!” konnte ich nur mit Mühe abwehren. Ich konnte den Damen auch nicht bei ihren Problemen mit europäischem Münzgeld (Euro, Britische Pfund) weiterhelfen. Mit Erleichterung hörte ich irgendwann das Knattern des Dieselmotors, und die Fahrt in die Mara ging endlich weiter.

Von der Limousine in das Safari-Fahrzeug vor dem Sekenani Gate - was für ein Kontrast.

Nachdem wir das Gate passiert hatten, wurden wir erst einmal von einem Regenschauer begrüßt. Es sollte während der gesamten Tour nur noch einen zweiten geben - und das passenderweise während einer Mittagspause, während der wir im Trockenen saßen. Die kleine Regenzeit hatte es gut mit uns gemeint.

Ziel war - wie auch im Vorjahr - das sehr gemütliche Olive Bush Camp direkt am Mara River. Neben uns beiden frisch aus Nairobi Angereisten war ein Gast schon im Camp, da für ihn jetzt die zweite Woche Masai Mara angebrochen war. Ein Pärchen gesellte sich noch dazu, das vorher noch eine Woche in anderen Landesteilen Kenias zugebracht hatte. Gemeinsam mit Elza und ihrer Tochter waren wir sieben Personen und hatten die ganze Woche das Camp für uns. Es gab keine weiteren Gäste - man spürte die Nebensaison. Dementsprechend flexibel konnte die Küche auf unsere Wünsche eingehen, wobei wir aber anstrebten, dass alle nur eines der angebotenen zwei Menüs bestellten, um die Arbeitslast in der Küche zu reduzieren.

Nach der Sicherheitseinweisung im Camp, die z. B. vorsah, dass bei Dunkelheit der Transfer zwischen Hauptzelt und den Unterkunftszelten nur in Begleitung eines Masai durchzuführen war, stand das Mittagessen auf der Tagesordnung.

Wenig später startete der erste Game Drive. Aufgrund der Regelung, dass maximal zwei Fotografen ein Fahrzeug besetzen sollten, waren wir mit drei Fahrzeugen unterwegs. Mit Jonathan und Ben sassen zwei alte Bekannte am Steuer, wobei sich Patrick noch als Verstärkung für das dritte Fahrzeug hinzugesellte. Der Nachmittag zeigte sich leider bewölkt, doch hatten sich unsere Fahrer als Stimmungsaufheller einen Besuch beim fig tree pride - einem Löwenrudel - überlegt. Am späten Nachmittag kam das Rudel mit sechs etwa vier Monate alten Jungtieren nach einer Siesta so allmählich wieder in die Gänge. Es war eine Freude, den Jungtieren beim Spielen zuzuschauen.

Attacke!

In der Ruhe liegt die Kraft.

Auf Entdeckungsreise

Das war jedenfalls ein Auftakt nach Maß! Zum Tagesabschluss gab es noch einen Sundowner unter den argwöhnischen Blicken einer Hyäne. Zurück im Camp wartete das Abendessen.

Sundowner unter Herzchen-Akazie

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Mara ‘25 - Teil 1: Paulchen Panther hatte recht