Mara ‘25 - Teil 5: Angry Bird

Bereits am frühen Morgen wurden wir kurz nach Ausfahrt aus dem Camp geradezu von einem Motiv überrumpelt. Giraffen standen in der Dämmerung. Eine Dreiviertelstunde vor Sonnenaufgang war das Licht noch sehr schwach, und es war gar nicht so einfach, ein brauchbares Foto zu schießen.

Die Silhouette einer Giraffe deutlich vor Sonnenaufgang

Die frühmorgendliche Safari schenkte uns danach Blicke auf einen Geier und einen Serval, der im Frühtau unterwegs war.

Das Farbangebot hielt sich vor Sonnenaufgang ohnehin noch in Grenzen.

Ein Serval

Wenig später entdeckten wir als erstes Fahrzeug einen Leoparden, der es sich auf einer kleinen Anhöhe bequem gemacht hatte - zweifelsohne eines der Highlights des Tages!

Der Leopard ließ sich durch unsere Anwesenheit nicht stören.

Der Leopard verweilte relativ lange auf der Anhöhe. Der Buschfunk sorgte dafür, dass auch andere Fahrzeuge in den Genuss dieses Anblicks kamen. Irgendwann wurde es dem Leoparden aber zu bunt, und er verließ seinen Ausguck. Er verschwand leider sehr nachhaltig aus unserem Blickfeld. Das Warten und das Hoffen auf sein Wiederauftauchen halfen leider nicht.

Während der Wartezeit auf den verschwundenen Leoparden hatte die Mara jedoch ein Pausenprogramm parat - ein Glanzstar hatte sich auf dem Fahrzeugdach niedergelassen.

Durch die Dachluken des Fahrzeugs taten sich unverhofft ein paar “Birding”-Möglichkeiten auf.

Angry Bird - Begeisterung sieht anders aus.

Die Frühstückspause rief. Wir wählten einen Standort in der Nähe einer Lugga, einer grabenähnlichen Senke, die mit Wasser gefüllt sein kann.

Lugga als Frühstücksstandort

Anderen Säugetieren scheint es hier auch zu gefallen.

Für das Mittagessen hatte Elza ein besonderes Treffen arrangiert. Zwei Mitarbeiter des Mara Predator Conservation Programme waren zu Gast und erzählten von ihrer Arbeit rund um den Schutz der Löwen. Die Masai Mara zählt mehr als 500 Exemplare dieser Raubkatzen. Das Programm war gerade dabei, alle Individuen in einer Datenbank zu registrieren. Da Löwen im Gegensatz zu Geparden und Leoparden eine unverwechselbare Fellzeichnung fehlt, werden die Schnurrhaare zur Unterscheidung der Tiere herangezogen. Wir konnten auf dem mitgebrachten Laptop einen Blick in die Datenbank mit den “Passfotos” der Löwen werfen. Interessante Einblicke und Informationen, wie sie nicht jeder erhält.

Nach der Mittagspause stand die Nachmittagsausfahrt an. Wir entdeckten zwei Löwinnen und ein einzelnes Männchen. Ebenso kamen uns ein Graufischer und ein Flusspferd vor die Linse, wobei letzteres mit seinem Dung in Flusspferdmanier die Savanne düngte.

Dieses Löwenmännchen ist zwar sehr aufmerksam, aber nicht in Angriffslaune. Es hat ein Warzenschwein entdeckt.

Ein Graufischer auf seinem Posten

Der Dung fliegt, die Savanne profitiert.

Am Rand eines Weges begegneten wir Hyänen, die Nahaufnahmen von sich zuließen. Zum Ende der Safari entdeckten wir ein Löwenrudel, das wohl schon länger keine Beute mehr gemacht hatte. Insbesondere die Jungtiere wirkten abgemagert. Zum Tagesabschluss fanden wir noch einen jungen Serval im Gras.

Eine Tüpfelhyäne - nicht gerade ein Publikumsliebling

Die Löwen sind los.

Auch solche Szenen bietet die Masai Mara.

Ein junger Serval

Nicht nur für die Mittagspause hatte sich Elza etwas besonderes einfallen lassen. Statt des üblichen Abendessens hatte sie einen Grillabend organisiert, zu dem auch die Camp-Besatzung und die Fahrer eingeladen waren. Es gab zum Beispiel Ziege vom Grill, was sich als sehr schmackhaft erwies. Allzu lange dauerte das Fest nicht. Alle mussten am nächsten Morgen wieder früh aus den Federn - die Crew noch deutlich früher als wir.

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Mara ‘25 - Teil 6: Das Verschwinden eines Kadavers

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